...
Linked Open Data (LOD) beschreibt ein Netz aus Daten, die aus verschiedenen Quellen stammen - Quellen können zum Beispiel Museumsdatenbanken sein - und miteinander verknüpft werden. Maßgeblich für die Verknüpfung ist die öffentliche Bereitstellung von Daten. Die Daten können beispielsweise über Datenschnittstellen verfügbar gemacht werden (diese Schnittstellen können von den Einrichtungen selbst angeboten werden; Kulturportale bieten zudem in der Regel diverse Schnittstellen an, z. B. OAI-Schnittstellen oder APIs). Die Daten müssen in einem maschineninterpretierbaren Format bereitgestellt werden (z. B. XML). Zudem müssen möglichst zur Bezeichnung von Begriffen URIs verwendet werden. Zum Beispiel sollte in einem LOD-konformen Datensatz der Objekttyp bzw. die Objektbezeichnung über einen persistenten Link aus einem publizierten kontrollierten Vokabular beschrieben werden. Geeignete kontrollierte Vokabulare sind in diesem Fall etwa der Art and Architecture Thesaurus, die Gemeinsame Normdatei, Wikidata oder die Objektbezeichnungsdatei. Als XML-basiertes Datenaustauschformat eignet sich LIDO in hervorragender Weise, Daten für Linked Open Data zu publizieren.
An welchen Grundsätzen orientieren sich die Vokabularempfehlungen auf den Datenfeldseiten?
In der Minimaldatensatz-Empfehlung werden fast ausschließlich kontrollierte Vokabulare empfohlen, die möglichst fachdisziplinen- und museumsartenübergreifend für verschiedene Kulturerbeobjekte geeignet sind. Die empfohlenen Vokabulare entsprechen selbst den Leitlinien der FAIR-Prinzipien: Sie verfügen selbst über persistente Identifikatoren in Form von URIs, sind gut dokumentiert und redaktionell gepflegt. Weiterhin enthalten sie eindeutig definierte Begriffe. Die Nutzungsbedingungen sind rechtlich klar geregelt. Das Vokabular ist mit einer möglichst offenen maschinenauswertbaren Lizenz ausgestattet. Außerdem müssen einige technische Voraussetzungen erfüllt sein: Das Vokabular liegt in bestimmten maschinenauswertbaren Formaten vor und ist über offen im Internet zugängliche Schnittstellen adressierbar. Es gibt außerdem eine ganze Reihe von Terminologien, die in einem fachspezifischen Kontext eine gute inhaltliche Abdeckung der dokumentierten Gegenstände leisten. Auch wenn solche Vokabulare in der Minimaldatensatz-Empfehlung nicht explizit genannt werden, kann man sie nutzen, wenn die genannten FAIR-Kriterien (weitgehend) auf sie zutreffen.
...